Stadtmitte/Neustadt ohne Grundschule geht nicht!
Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Hildesheim spricht sich für den Erhalt der Grundschule Hohnsen aus. Sie hält es für zwingend erforderlich, dass auch in der Neustadt eine Grundschule vorgehalten wird. Dies ist das Ergebnis der Fraktionsklausur für den Haushalt 2013. Die Fraktion hat sich in dieser Frage einstimmig entschieden.
„Bei Fragen der Bildung kann es nicht nur um Geld gehen, sondern wir müssen mehrere Aspekte in die Entscheidungsfindung einfließen lassen“, betont Fraktionsvorsitzender Dr. Ulrich Kumme. „Ganz nebenbei liegen noch nicht mal alle wirtschaftlichen Eckdaten vor, um das Vorgehen der Mehrheitsgruppe zu rechtfertigen“, setzt er fort. Die CDU-Fraktion möchte erreichen, dass das Wohnviertel attraktiv für Familien bleibt. „Wir wollen kurze Wege für kurze Beine, damit die Kinder altersgerechte Wege zu ihrer Schule haben. Das bedeutet eindeutig, dass die Grundschule Hohnsen erhalten bleibt“, verdeutlicht Dr. Kumme.
Doch die CDU-Fraktion ist sich der finanziellen Lage der Stadt durchaus bewusst. „Sollte eine Wirtschaftlichkeitsberechung ergeben, dass der Erwerb und die Sanierung der bestehenden Schule nicht finanzierbar sind, so müssen die Alternativen betrachtet werden. Es muss aber sichergestellt sein, dass eine Grundschule im bisherigen Schulbezirk 2 vorhanden ist. Auch dies hat die Fraktion einstimmig beschlossen“, teilt Dr. Kumme mit. Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung muss aber erst einmal vorliegen.
Weiterhin ist festzuhalten, dass in der aktuellen Diskussion gerade einmal die Situation von zwei Grundschulen erörtert wird. Dies wird den anderen Schulen in keinster Art und Weise gerecht. Daher betont Dr. Kumme, „dass die Verwaltung endlich mal ein Gesamtkonzept vorlegen muss. Nur so wird es möglich sein, vernünftige Entscheidungen für die Zukunft der Hildesheimer Schulen zu treffen. Auch andere Schulen haben Probleme, die durch Investitionen gelöst werden müssen, da können wir nicht einfach zwei Schulen vorziehen, ohne über die Anderen zu reden.“
In Richtung der Mehrheitsgruppe macht er auch noch deutlich, dass die CDU-Fraktion zu den Beschlüssen der Vergangenheit steht. „Wir haben schon mehrfach über die Stadtentwicklung und die Möglichkeiten des Grundstückes der Hauptschule Alter Markt gesprochen. Wir waren uns einig, dass dort die Schule ausläuft und wir den Grund und Boden für die Entwicklung des Wohnquartiers nutzen.“ Wenn hier nun andere Entscheidungen getroffen werden, stellt das die Verlässlichkeit unserer Absprachen in Frage. „Ein Investment, wie es am Alten Markt geplant war, würde unserer Stadt sehr gut tun und die Innenstadt stärken. Sollte das aufgrund der aktuellen Lage der Mehrheitsgruppe nicht mehr möglich sein, würde ich als Investor die Verlässlichkeit der Politik schon in Frage stellen“, beendet Dr. Kumme.