CDU-Ratsfraktion Hildesheim

Etwas mehr Kreativität und keinen Schnellschuss, bitte!

Die Stadtverwaltung schlägt nach einer Mitteilungsvorlage für den Schulausschuss die Schließung der Grundschule Hohnsen vor. Hiermit ist die CDU-Fraktion nicht einverstanden und fordert mehr Kreativität seitens der Verwaltung..
In einer Vorlage für den Schulausschuss skizziert die Stadtverwaltung das Szenario, die Grundschule Hohnsen zu schließen, den Schulbezirk aufzulösen und die Schüler auf zwei andere wesentlich weiter entfernten Grundschulen zu verteilen.

Ursache und Anlass für diese Vorlage ist das Gebäude, das einen Investitionsbedarf in sich trägt und dazu nicht der Stadt selbst gehört. Das Land als Eigentümer der Immobilie sei nach Ansicht der Stadtverwaltung demnach nicht bereit, in die Bausubstanz zu investieren.

Die CDU-Fraktion ist mit dieser Vorlage keineswegs einverstanden und folglich mit dem Vorgehen der Verwaltung unzufrieden. Dr. Ulrich Kumme, Vorsitzender der Fraktion, sagt dazu: „Es ist scheinbar Absicht und Wunsch der Verwaltung, dass die Bürgerinnen und Bürger durch solche Maßnahmen mobilisiert werden und ihren Unmut äußern müssen.“ Er sieht in dem jetzigen Vorgehen Parallelen zu den Verhandlungen mit den Freien Trägern der Kindertagesstätten.

Zudem lässt sich hier Konzeptionslosigkeit und ein erheblicher Mangel an Kreativität erkennen. Wenn die Verwaltung die Miete vor dem Hintergrund des baulichen Zustandes als zu hoch empfindet, sollte sie zunächst mit dem Eigentümer, sprich dem Land Niedersachsen, darüber sprechen. Ziel müsste es dabei eigentlich sein, in Verhandlungen mit dem Land zugunsten des Standortes Hohnsenschule  eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Ohne erkennbare Not wird zum jetzigen Zeitpunkt mit der Diskussion um den Standort Hohnsenschule eine renommierte Grundschule unter den 19 Grundschulen herausgepickt, obwohl noch keine endgültige Schulplanung vorliegt.

Sollte dem Vorschlag der Verwaltung tatsächlich gefolgt werden, kämen nur weitere Probleme hinzu. Es beginnt bereits mit dem Platzmangel an der Grundschule Pfaffenstieg, die nach dem Vorschlag der Verwaltung einen Zug der Grundschule Hohnsen übernehmen soll und es endet mit der Frage der möglicherweise entstehenden Schülerbeförderungskosten.

Die CDU-Fraktion kommt zu dem Schluss, dass das Problem ganzheitlich angegangen werden muss und kreative Lösungen notwendig sind. Als erstes müssen konkrete Verhandlungen mit dem Land als Eigentümer der Immobilie aufgenommen werden. Ein simples und angeblich alternativloses Schließen der Grundschule Hohnsen kommt für die CDU ausdrücklich nicht in Betracht und kann in dieser angedachten Form auch nicht akzeptiert werden.

Schließlich wird auf dem Gelände des ehemaligen Klinikums am Weinberg gerade erheblich in Neubauten investiert, die auch Zuzüge von Familien mit Kindern im Grundschulalter zur Folge haben. Auch für diese Kinder muss eine wohnortnahe Schulversorgung am jetzigen Standort möglich sein.

Die Verwaltung und die Politik treten immer wieder für eine Belebung und Stärkung der Innenstadt ein. Eine Aufgabe und Schließung der zentral gelegenen Hohnsenschule würde diesen Ansatz ad absurdum führen