Die CDU-Fraktion steht seit längerem in Kontakt mit der KiTa St. Georg in Itzum, weil es dort vermehrt zu Problemen gekommen ist. So werden auf städtischem Grund und Boden Räumlichkeiten genutzt, die baufällig sind und dadurch spätestens ab 2013 nicht mehr für den Kindergarten genutzt werden können.
Daher wurde der Kindergarten aufgefordert, ein Konzept vorzulegen, wie er zukünftig mit zwei Gruppen tätig sein wird anstelle von drei Gruppen – wie bisher. Für die Anpassung der Ausrichtung soll ein Jahr ausreichen, dabei wird zum Beispiel das Außengelände der KiTa seit längerem hergerichtet; es ist aktuell noch nicht fertiggestellt, aber für drei Gruppen konzipiert. Durch den Abriss des städtischen Gebäudes könnte St. Georg aber nur noch zwei Gruppen unterbringen. Zudem müsste die Einrichtung dann auch auf den Bewegungsraum, den Hauswirtschaftsraum und einen Teil des Grundstückes verzichten, soweit das Grundstück tatsächlich geteilt wird.
Die Stadt sieht die Begründung für ihr Vorgehen in dem demographischen Wandel und beschwert sich nun darüber, dass aus der Gesamtplanung ein Teil herausgepickt wurde. Hierzu ist anzumerken, dass wir zwar den demographischen Wandel nicht verändern können. Allerdings müssen die Volksvertreter – also auch die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses – rechtzeitig über die Planungen informiert werden. Es war so nicht bekannt, dass die Komplettplanung für die Kindergärten in der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses vorgestellt werden sollte. Es ist aber klar, dass die Veränderung bei einer Einrichtung Auswirkungen auf die Gesamtplanung hat. Von daher war es notwendig, sich mit diesem Thema zu beschäftigen.
Die CDU-Fraktion erwartet nun, dass die Verwaltung in der Sitzung des Ausschusses für Jugendhilfe und Soziales 26.06. ein in sich schlüssiges Konzept für die Kindergartenbedarfsplanung vorlegt. Hierin müssen alle wesentlichen Dinge wie Angebot und Nachfrage, Kinderzahlen, Prognosen usw. auf Ebene der Stadtteile und Einrichtungen enthalten sein. Die Grundlage für die Gesamtplanung muss aber zwingend die Planung mit den einzelnen Einrichtungen sein. Und genau die benötigen vernünftige Zeiträume zur Planung. Lediglich ein Jahr sieht die CDU-Fraktion nicht als ausreichend an. Ganz nebenbei sollte auch die Trägervielfalt erhalten bleiben. Denn die Eltern sollen weiterhin die Möglichkeit haben, ihre Kinder in Einrichtungen nach ihren Vorstellungen zu schicken. Da kann es dann nicht sein, dass im Vorfeld bei den Trägern aussortiert wird.