CDU-Ratsfraktion Hildesheim

Treffen der Fraktionsvorstände niedersächsischer Großstädte

Kollegialer Austausch in Wolfsburg

Die CDU-Fraktionsvorstände der großen Städte in Niedersachsen trafen sich am 20./21.06.2014 zu einem jährlichen Treffen in Wolfsburg. Neben der Bedeutung der Stadt Wolfsburg als Wirtschaftsstandort stand auch die Diskussion um die Zukunftsaussichten der CDU auf der Tagesordnung.
Einmal im Jahr treffen sich die Fraktionsvorstände der Städte Hannover, Osnabrück, Oldenburg, Braunschweig, Hildesheim, Göttingen, Salzgitter und Wolfsburg, um aktuelle Entwicklungen in ihren Städten zu beraten. In diesem Jahr fand dieses Treffen am vorletzten Wochenende in Wolfsburg statt.

Am Freitag hatten die CDU-Ratsvertreter Gelegenheit, die Stadt Wolfsburg als Standort des Mutterkonzerns Volkswagen kennenzulernen. Die Hauptthemen waren Wirtschaftsentwicklung, Infrastruktur und Wohnangebot in Wolfsburg. Nach dem Informationsteil traf man sich am Samstag in der Runde, um zusammen mit dem Generalsekretär der CDU-Niedersachsen, Ulf Thiele, die Zukunftsperspektiven der Christdemokraten - insbesondere in den Großstädten - in Augenschein zu nehmen.

Die offene und fruchtbare Diskussion verfolgte zwei Richtungen. So wurde intensiv über die Diskrepanz zwischen CDU-Wählern und CDU-Mitgliedern diskutiert. Wie Wahlanalysen zeigen, schafft es die CDU in vielen Bevölkerungsgruppen vorne zu liegen. Potentiale bestehen dagegen in der Mobilisierung von Menschen für die Parteiarbeit. Um dies zu erreichen, bekräftigte Ulf Thiele, muss die CDU künftig auf alle Bevölkerungsgruppen zugehen und sie dort abholen, wo sie sind. Dies gilt für den jungen Netzaffinen genauso wie den in gleichgeschlechtlicher Partnerschaft lebenden Menschen oder den Bürger mit Migrationshintergrund. Einzig auf diese Weise kann eine nachhaltige Mitgliederpolitik betrieben und Wahlen gewonnen werden. In diesem Zusammenhang wurde sich dann auch speziell mit der Frage beschäftigt, wie in großen Städten wieder Oberbürgermeister-Wahlen gewonnen werden können. 2011 verloren die Christdemokraten in Wolfsburg und aktuell in Braunschweig; ein positives, aktuelles Beispiel ist dagegen Osnabrück, wo 2013 ein Wechsel von der SPD zur CDU stattfinden konnte. Abschließend stellte der Wolfsburger Fraktionsvorsitzende Peter Kassel fest, dass es zwar vielversprechende Lösungsansätze gibt, aber jede OB-Wahl für sich genommen facettenreich ist und aus diesem Grund kein pauschales „Kochrezept“ geben wird.

Die Folgeveranstaltung wird im Sommer 2015 in Oldenburg stattfinden.

Weitere Impressionen zum diesjährigen Treffen enthält die Bildergalerie.