CDU-Ratsfraktion Hildesheim

Änderungsantrag der CDU/FDP-Gruppe zur VO 14/220 - Testphase zur Sperrung der Steingrube

Gruppe lehnt Sperrung der Steingrube ab

Die CDU / FDP-Gruppe hält eine Sperrung der Steingrube - auch zu Testzwecken - für wenig sinnvoll. Sie hat daher einen Antrag mit alternativen Verkehrsmaßnahmen in die Ratsgremien eingebracht. Die Stadtverwaltung ist aufgefordert, die Umsetzbarkeit dieser Maßnahmen zu prüfen.
Die Stadtverwaltung plant, die Straße Steingrube für sechs Monate zu sperren. In diesem Rahmen sollen auch die Gravelottestraße und Galgenbergstraße gesperrt werden. Die Bewohner der Oststadt werden auf diese Weise in ihrer Bewegungsfreiheit erheblich eingeschränkt. Aber auch Hildesheimer Bürger aus anderen Quartieren werden gehindert, Verwandte und Bekannte in der Oststadt aufzusuchen oder das Gymnasium, das Mehrgenerationenhaus, Volkshochschulkurse, Kirchen, Theater, Kinos, Handwerker und insbesondere die Steingrube selbst zu erreichen. Die Maßnahme wird von Anliegern und Pendlern daher äußerst kritisch diskutiert. In Bürgerversammlungen und im Ortsrat wurde ein umfangreicher und deutlicher Protest laut. Mittels Unterschriftaktionen wurden mittlerweile Hunderte von Protesten dokumentiert.

Die Testphase der Sperrung für sechs Monate soll 22.200 Euro kosten, obwohl der eigentliche Zweck - die Lärm- und Emissionsbelästigung - laut Planung der Stadtverwaltung nicht gemessen werden soll. Damit erscheint die Testphase aus keinem erdenklichen Aspekt sinnvoll. Es steht zu befürchten, dass die Lärm- und Emissionsbelästigung in den umliegenden Straßen der Oststadt aufgrund der wegen der Sperrung einzuschlagenden Umwege eher weiter zunimmt.

Die CDU/FDP-Gruppe erachtet die Maßnahme deshalb für wenig sinnvoll. Im Sinne der Bürger werden stattdessen folgende Maßnahmen vorgeschlagen:

  • Tempo-30 Zone in Moltkestraße, Steingrube und Roonstraße.
  • Verlegung des Zebrastreifens in Richtung Bushaltestelle, so dass eine unmittelbare Verbindung zwischen Steingrube und Scharnhorstschule entsteht; Flankierung des Zebrastreifens durch eine zweiflügelige Verkehrsinsel zu beiden Seiten. Die Maßnahme würde einen erheblichen Schutz der Schüler bewirken, sowie den Verkehr beruhigen, zumal haltende Busse ein Überholen der Pkw verhindern würden. Eventuell Ankündigung durch eine Fußgängerwarnampel.
  • Ausschilderung der Senator-Braun-Allee als „Schnellstrecke Itzum/Ochtersum“ am Berliner Kreisel.
  • Ausschilderung der Senator-Braun-Allee auf der Marienburger Straße vor der Abzweigung Goslarsche Straße als „Schnellstrecke Einum/Nordstadt/Hauptbahnhof etc.“
  • Linksabbieger aus der Goslarschen Straße in Richtung Immengarten.

    Der vollständige Antrag steht hier zum Download bereit.